Was kostet ein Umzug nach Australien per Container?

Der Umzug per Schiffs-Container dauert bis zu 12 WochenWie hoch sind die Kosten für den Umzug per Container? Diese Frage stellt sich  jeder Auswanderer früher oder später. Wir erklären dir im Blogpost, auf was du  achten solltest und wie du Geld sparen kannst.

Von klein bis gross: die Optionen

Liftvan – eine grosse Holzkiste

Wer nicht viel mitnehmen möchte, aber trotzdem nicht ganz ohne kann, hat die Option eines Lift-Vans.

Ein Liftvan ist eine  2.2m x 1.2m x 2.2m grosse Holzkiste, welche aus 4 Wänden, Boden und Deckel aufgebaut wird. Im Gegensatz zum Container wird sie für etwa CHF 400 gekauft und nicht gemietet.

Ein Liftvan ist zwar absolut gesehen günstiger, aber schon 2 dieser Holzkisten sind höher, da Handling und Fracht fast genau gleich teuer sind.

20-Fuss oder 40 Fuss?

Im 40 Fuss Container hat richtig viel Platz!Die wohl gängigste Variante ist es, einen Container zu mieten. Dieser gibt es in zwei Grössen, nämlich 20, resp. 40 Fuss. Im 20er kriegt man einen normalen Familienhausrat mit Sofa, Betten, Tischen, Stühlen und einigen Kisten gut unter. Wenn nicht, hilft dir unser Blogpost Ausmisten, leicht gemacht weiter. Wer wirklich tutti-quanti, resp. ein Fahrzeug mitnehmen will, braucht dagegen einen 40er. Dieser ist ca. 1/3 teuerer, hat aber natürlich doppelt so viel Platz.

Für alle, die genauer rechnen wollen: Der 20er ist 6x2x2 Meter (Siehe Wikipedia )

Shared Container

Eine auf den ersten Blick attraktive Alternative ist es, einen Container mit anderen zu teilen. Dazu lagert der Spediteur das Material in einem Lager. Sobald er von verschiedenen Kunden genug Waren zusammen hat, packt er diese in einen Container. Die Kunden teilen sich dann die Kosten für Handling und Seefracht. Die Kehrseite der Medallie ist, dass das Material noch mindestens zweimal mehr umgeladen wird, Lagerkosten dazukommen und man unter Umständen einige Wochen warten muss, bis genug Material zusammen ist.

Vergleichsportale nutzen ist einfach, bringt aber nicht viel

Im Internet gibt es zahlreiche Vergleichsportale, wie z.B. hier oder hier . Sie versprechen vollmundig Einsparnisse von bis zu 40%. Unser Reality-Check hat aber gezeigt, dass dem nicht so ist. Die Offerten sind preislich alle in vergleichbarem Rahmen, in unserem Beispiel Zürich-Brisbane: CHF 9’000 – 10’000 für einen 20er.

Wie hoch sind die Kosten für den  ein Move per Schiff?

Was kostet ein Umzug nach Australien per Schiffs-Container?

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

  • Miete des Schiffscontainers oder Kauf der Holzkiste (Lift Van)
  • Einpacken durch Fachkräfte
  • Transport zum Hafen
  • Hafenhandling beim Abfahrts- und Ankunftshafen
  • Zoll und Bio-Inspektion
  • Evtl. Lagergebühren
  • Transport zum Zielort
  • Evtl. Auspacken und Aufstellen der Möbel

Alles die Offerten für einen 20er bei allen Unternehmen zwischen CHF 9’000 und 11’000. Die Unterschiede lagen mehr in der Kompetenz und Erfahrung der Anbieter (siehe unten).

Luftfracht ist massiv teuerer

Der grosse Nachteil der Seefracht ist, dass das Hab und Gut ziemlich lange unterwegs sein kann. Im Falle Schweiz – Australien gut und gerne 9-12 Wochen. Wer nicht so lange waren möchte, kann deshalb bei der Airline auch Air fright anfragen. Dieser ist um einiges teuerer, aber dafür natürlich quasi sofort am Zielort verfügbar.

Der Vorteil dieser Variante ist, dass es für den Verstand per Luftfracht u.a. auch Gebinde mit Klimatisation gibt.

Wahl des Anbieters

Kompetenz und Bewertungen

Während die Preise der Offerten ziemlich vergleichbar waren, gab es in der Kompetenz und Erfahrung grosse Unterschiede. So fragte uns ein Anbieter, ob er mit einem oder zwei Lieferwagen kommen solle. Als ich ihn fragte, ob den seine Lieferwagen schwimmen können, stellte sich heraus, dass er keine Ahnung hatte, wo Australien liegt. Im Falle von Australien stellten wir z.b. verschiedene Fragen zur Zollabfertigung, da das Land bekanntermassen ziemlich picky ist.

Immer hilfreich sind auch die Bewertungen von Kunden. Während die Testimonials auf der eigenen Website nicht immer repräsentativ ausgewählt wurden, geben die Bewertungen bei Google oft ein genaueres Bild ab.

Einpacken

Das Einpacken macht einen wesentlichen Teil der Kosten aus. Sobald man Schäden versichern will, besteht der Mover in der Regel darauf, das Umzugsgut selbst einzupacken. Um ihren Gewinn zu optimieren, holen deshalb einige Anbieter ihre Einpacker aus einem nahen Billiglohnland. Nicht selten optimieren sie noch weiter und rechnen auch die Quellensteuer nicht ab. Hier lohnt es sich zu fragen, ob die Einpacker fest angestellt und ASTAG-zertifiziert sind.